Dr. Muhammad Elhamy · 15 Min. Lesezeit
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حالة النص: قيد المراجعةEine historische Gesamtanalyse über die Ehen des Propheten Muhammad ﷺ, die Widerlegung von falschen Anschuldigungen und die Bedeutung der Hijra aus der Analyseperspektive von Dr. Muhammad Elhamy.
In der Analyse historischer Persönlichkeiten und religiöser Fundamente begegnen wir immer wieder Versuchen, das Leben des Propheten Muhammad ﷺ durch das Aufwerfen von Zweifeln rund um seine Eheschließungen zu diskreditieren. Wer die Debatte um seine elf Ehefrauen oder die Ehe mit unserer Mutter Aisha bint Abi Bakr (عَائِشَةُ بِنْتُ أَبِي بَكْرٍ) öffnet, verfolgt meist das Ziel, ihn als eine von Gelüsten getriebene Persönlichkeit darzustellen, um dadurch seinen prophetischen Rang und seine moralische Erhabenheit anzuzweifeln.
Um dieses Thema wissenschaftlich fundiert und souverän zu durchdringen, müssen wir uns an den weisen Rat erinnern, den Sheikh al-Islam Ibn Taymiyyah seinem Schüler Ibn al-Qayyim mit auf den Weg gab:
«لَا تَجْعَلْ قَلْبَكَ لِلشُّبُهَاتِ كَالإِسْفَنْجَةِ فَيَتَشَرَّبَهَا، وَلَكِنِ اجْعَلْهُ كَالزُّجَاجَةِ الصَّلَّابَةِ تَمُرُّ بِهِ الشُّبُهَاتُ فَيَرَاهَا وَلَا تُصِيبُ مِنْهُ»
„Mache dein Herz gegenüber den Zweifeln nicht wie einen Schwamm, der sie in sich einsaugt! Sondern mache es wie ein klares, festes Glas: Die Zweifel ziehen daran vorbei, es sieht sie, aber sie dringen nicht in sein Inneres ein!“
Aus dieser Haltung der geistigen Stärke heraus betrachten wir die historischen Gegebenheiten. Die Behauptung, Vielweiberei sei an sich ein Makel oder ein Beweis für Zügellosigkeit, erweist sich bei genauerer Betrachtung als ein modernes, säkular-westliches Vorurteil, das den Gesetzen der Menschheitsgeschichte widerspricht.
Die Polygamie (Mehrfehe) war in allen antiken Zivilisationen – in Indien, China, Persien, Rom, Griechenland, Lateinamerika, im alten Ägypten sowie im vorislamischen Arabien – eine tief verankerte, völlig natürliche gesellschaftliche Praxis. Erst die moderne westliche Leitkultur hat versucht, die Vielweiberei als unmoralisch zu brandmarken.
Hätten wir heute eine globale Vorherrschaft der indischen Tradition, würde man dem Islam womöglich mangelnde Treue vorwerfen, weil er der Witwe nach dem Tod ihres Mannes nicht befiehlt, sich mit ihm verbrennen zu lassen (die historische Praxis des Sati). Dies verdeutlicht, wie eine dominierende Kultur ihre eigenen Maßstäbe zur absoluten Norm erklärt: Was über Jahrtausende akzeptiert war, wird plötzlich als Fehler dargestellt, während moderne Abwegigkeiten als Menschenrechte deklariert werden.
Selbst in den Schriften der Juden und Christen, der Tora und dem Evangelium, finden wir die einstmals uneingeschränkte Bejahung der Polygamie unter den Propheten:
Es ist eine unbestreitbare historische Tatsache: Weder die götzendienerischen Araber der Quraish (قُرَيْشٌ), noch die Heuchler oder die jüdischen Stämme in Medina (الْمَدِينَةُ) haben dem Propheten Muhammad ﷺ jemals den Vorwurf der Zügellosigkeit oder der Zuchtlosigkeit gemacht, weil er mehrere Frauen heiratete. In jener Epoche war die Polygamie der Normalfall.
Der Prophet Muhammad ﷺ war ein Mensch und ein Mann. Aus islamischer Sicht ist die Neigung zum weiblichen Geschlecht und der Wunsch nach Eheschließung ein Zeichen gesunder Männlichkeit. Die Eheschließung mit mehreren Frauen wird in der Geschichte nur unter zwei spezifischen Bedingungen als Makel gewertet:
Beide Punkte treffen auf den Propheten Muhammad ﷺ in keiner Weise zu. Er ist der Urheber des gewaltigsten historischen Erfolgs der Menschheitsgeschichte: Er formte aus zersplitterten, zerstrittenen Wüstenstämmen innerhalb weniger Jahrzehnte eine geeinte, globale Weltmacht. Zudem verkörperte er bis zu seinem letzten Atemzug die erhabenste Moral. Selbst wenn er fünfzig oder hundert Frauen aus rein persönlicher Neigung geheiratet hätte, wäre dies unter den damaligen Maßstäben kein Makel gewesen, sondern ein Beweis seiner physischen Stärke.
Dennoch zeigt die vertiefte historische Betrachtung jeder einzelnen Eheschließung, dass keine einzige seiner Ehen aus bloßer Lust geschlossen wurde, sondern jede Ehe von tiefen staatsrechtlichen, gesellschaftlichen, seelsorgerischen oder legislativen Weisheiten getragen war.
Der stärkste Beweis gegen die Unterstellung der Zügellosigkeit liegt in den Merkmalen seiner Ehefrauen: Alle Frauen des Propheten ﷺ waren zuvor verheiratete Witwen oder Geschiedene – mit einer einzigen Ausnahme: Aisha bint Abi Bakr (عَائِشَةُ بِنْتُ أَبِي بَكْرٍ). Ein Mann, der rein nach Jugend und körperlicher Lust sucht, wählt junge Jungfrauen und keine mehrfach verwitweten Frauen.
Der Prophet Muhammad ﷺ wuchs in Makkah (مَكَّةُ) auf – einer Gesellschaft, die außereheliche Beziehungen und Unzucht nicht ächtete. Dennoch lebte er bis zum 25. Lebensjahr in absoluter Keuschheit und war als der Treuherzige und Wahrhaftige bekannt.
Nach dem Tod Khadijahs war der Prophet ﷺ über 50 Jahre alt. Er heiratete daraufhin Sawdah bint Zam’ah, eine etwa 55-jährige, verwitwete Frau.
Die Ehe mit Aisha ist das Hauptziel moderner westlicher Polemik. Der Eheschließungsvertrag wurde geschlossen, als sie sechs Jahre alt war, und die Ehe wurde nach der Hijra in Medina vollzogen, als sie neun Jahre alt war.
Der kulturelle Standard der Epoche: In der damaligen Arabischen Halbinsel war das Heiratsalter von Mädchen an das Erreichen der physischen Reife gebunden, was in jener Klimazone sehr früh geschah. Aisha war bereits vor dem Antragsangebot des Propheten ﷺ mit Jubayr ibn Mut’im ibn Adi (جُبَيْرُ بْنُ مُطْعِمِ بْنِ عَدِيٍّ) verlobt. Als Abu Bakr al-Siddiq (أَبُو بَكْرٍ الصِّدِّيقُ) das Haus Mut’ims aufsuchte, lehnte dessen Mutter die Hochzeit ab, weil sie fürchtete, ihr Sohn würde zum Islam übertreten. Dies beweist unumstößlich: Eine Verlobung in diesem Alter war ein absolut üblicher gesellschaftlicher Brauch.
Reife in traditionellen Gesellschaften: Auch in unseren Breiten war die Heirat im Alter von 10 bis 12 Jahren bis vor wenigen Generationen völlig normal.
Die Heuchelei des modernen Westens: Während die westliche Moderne außereheliche Intimität bei Kindern im Alter von 8, 9 oder 10 Jahren gewähren lässt, Verhütungsmittel an Schulen verteilt und Mehrfachehen verbietet, brandmarkt sie eine rechtmäßige Ehe im historischen Kontext als Verbrechen.
Göttliche Anweisung: Der Prophet ﷺ berichtete im Sahih al-Bukhari, dass ihm der Engel Gabriel das Bildnis Aishas dreimal auf einem Seidentuch im Traum zeigte und sprach: „Dies ist deine Ehefrau in der Welt und im Jenseits.“ Worauf der Prophet ﷺ sprach:
«إِنْ يَكُنْ هَذَا مِنْ عِنْدِ اللَّهِ يُمْضِهِ»
„Wenn dies von Allah ist, wird Er es vollziehen.“
Staatsrechtliche und gesellschaftliche Brechung von Tabus:
Nach der Hijra nach Medina heiratete der Prophet ﷺ weitere Frauen, deren Hintergründe allesamt von staatsmännischen, sozialen und gesetzgeberischen Motiven zeugen:
Hafsah bint Umar ibn al-Khattab (حَفْصَةُ بِنْتُ عُمَرَ بْنِ الْخَطَّابِ): Ihr Ehemann Khunays ibn Hudhafah (خُنَيْسُ بْنُ حُذَافَةَ) erlag den Verwundungen aus der Schlacht von Badr. Umar bot seine Tochter Abu Bakr und Uthman an, die schwiegen. Daraufhin sprach der Prophet ﷺ zu Umar:
«لَعَلَّ اللَّهَ أَنْ يُزَوِّجَهَا مَنْ هُوَ خَيْرٌ مِنْ أَبِي بَكْرٍ وَعُثْمَانَ»
„Möge Allah ihr jemanden geben, der besser ist als Abu Bakr und Uthman.“
Er heiratete sie, um seinen zweiten Stellvertreter Umar ibn al-Khattab (عُمَرُ بْنُ الْخَطَّابِ) zu ehren.
Hind bint Abi Umayyah / Umm Salamah (أُمُّ سَلَمَةَ - هِنْدُ بِنْتُ أَبِي أُمَيَّةَ): Ihr Ehemann Abu Salamah (أَبُو سَلَمَةَ), der Milchbruder des Propheten, starb an den Folgen seiner Verwundung aus der Schlacht von Uhud. Nach den schweren Prüfungen ihrer Auswanderung heiratete der Prophet ﷺ die verwitwete Mutter, um ihre Familie aufzunehmen.
Zaynab bint Khuzaymah (زَيْنَبُ بِنْتُ خُزَيْمَةَ): Bekannt als „Mutter der Armen“. Ihr Ehemann Abdullah ibn Jahsh (عَبْدُ اللَّهِ بْنُ جَحْشٍ) fiel als Märtyrer in Uhud. Der Prophet ﷺ heiratete sie; sie verstarb jedoch bereits wenige Monate später.
Zaynab bint Jahsh (زَيْنَبُ بِنْتُ جَحْشٍ): Sie war die Cousine des Propheten ﷺ. Er hatte sie ursprünglich mit seinem Freigelassenen und Adoptivsohn Zayd ibn Harithah (زَيْدُ بْنُ حَارِثَةَ) verheiratet. Als die Ehe scheiterte und Zayd sie schied, befahl Allah dem Propheten ﷺ per Quranvers, Zaynab zu heiraten, um das vorislamische Tabu der Adoptionsgleichstellung endgültig aufzuheben:
«فَلَمَّا قَضَى زَيْدٌ مِنْهَا وَطَرًا زَوَّجْنَاكَهَا لِكَيْ لَا يَكُونَ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ حَرَجٌ فِي أَزْوَاجِ أَدْعِيَائِهِمْ إِذَا قَضَوْا مِنْهُنَّ وَطَرًا»
„Als Zayd seinen Wunsch an ihr erfüllt hatte, verheirateten Wir sie mit dir, damit für die Gläubigen kein Hindernis bestehe hinsichtlich der Frauen ihrer Adoptivsöhne, wenn diese ihren Wunsch an ihnen erfüllt haben.“ (Sure Al-Ahzab: 37)
Zaynab pflegte voller Stolz zu den anderen Frauen zu sagen: „Eure Familien haben euch verheiratet, mich aber hat Allah von oberhalb der sieben Himmel verheiratet!“
Juwayriyah bint al-Harith (جُوَيْرِيَةُ بِنْتُ الْحَارِثِ): Tochter des Stammesfürsten Al-Harith ibn Abi Dirar von Banu al-Mustaliq (بَنُو الْمُصْطَلِقِ). Nach der Niederlage ihres Stammes fiel sie als Kriegsgefangene an einen Ansar. Sie schloss einen Freikaufsvertrag. Der Prophet ﷺ beglich ihre Summe und heiratete sie. Daraufhin ließen die Muslime 100 gefangene Familien frei, weil sie sprachen: „Dies sind nun die Schwiegerverwandten des Gesandten Gottes!“ Aisha sagte über sie:
«فَمَا عَلِمْتُ امْرَأَةً كَانَتْ أَعْظَمَ بَرَكَةً عَلَى قَوْمِهَا مِنْ جُوَيْرِيَةَ بِنْتِ الْحَارِثِ»
„Ich kenne keine Frau, die für ihr Volk einen größeren Segen brachte als Juwayriyah bint al-Harith.“
Safiyyah bint Huyayy (صَفِيَّةُ بِنْتُ حُيَيِّ بْنِ أَخْطَبَ): Tochter des Anführers der jüdischen Banu al-Nadir von Khaybar (خَيْبَرُ). Nach dem Fall Khaybars wurde sie als Tochter des Stammesführers zur Kriegsgefangenen. Um ihre Würde zu wahren, kaufte der Prophet ﷺ sie frei und heiratete sie.
Ramlah / Umm Habibah bint Abi Sufyan (رَمْلَةُ / أُمُّ حَبِيبَةَ بِنْتُ أَبِي سُفْيَانَ): Tochter des größten Feindes des Islam, Abu Sufyan. Sie war mit Ubaydullah ibn Jahsh nach Abyssinien (الْحَبَشَةُ) ausgewandert, wo ihr Mann abtrünnig wurde und verstarb. Der Prophet ﷺ sandte dem Herrscher Negus eine Botschaft und heiratete sie aus der Ferne per Stellvertretung, wodurch er die Schärfe der Feindschaft Abu Sufyans linderte.
Maymunah bint al-Harith (مَيْمُونَةُ بِنْتُ الْحَارِثِ): Die letzte Ehefrau, verheiratet während der Nachhol-Umrah in Makkah (مَكَّةُ), um die Bindung zu den mekkanischen Familien zu festigen.
Zur Erleichterung des Einprägens der chronologischen Reihenfolge aller elf Ehefrauen verfassten die Gelehrten folgenden Merkvers:
خَلِيلِي سَبَا عَقْلِي حَلَا زَيْنُ هَالَةٍ … زَهَا جَفْنُهَا رَمْزًا صَحِيحًا مُهَذَّبَا
Der jeweils erste Buchstabe jedes Wortes steht für eine Ehefrau:
Mariyah al-Qibtiyyah war keine der elf Mütter der Gläubigen, sondern eine Leibeigene.
Nach dem Vertrag von Hudaybiyyah sandte der Prophet ﷺ Briefe an alle Herrscher der Welt. Sein Brief an den Herrscher Ägyptens, Al-Muqawqis (المَقَوْقِسُ), lautete:
«مِنْ مُحَمَّدٍ رَسُولِ اللَّهِ إِلَى الْمَقَوْقِسِ عَظِيمِ القِبْطِ: أَسْلِمْ تَسْلَمْ، يُؤْتِكَ اللَّهُ أَجْرَكَ مَرَّتَيْنِ…»
„Von Muhammad, dem Gesandten Gottes, an Al-Muqawqis, den Großen der Kopten: Tritt zum Islam über, so wirst du sicher sein; Allah wird dir deinen Lohn zweifach geben…“
Al-Muqawqis nahm den Brief freundlich auf und sandte Geschenke, darunter zwei Sklavinnen. Der Prophet ﷺ schenkte eine seinem Gefährten und behielt Mariyah für sich. Sie gebar ihm seinen Sohn Ibrahim. Auf sie bezieht sich die prophetische Mahnung bezüglich Ägyptens (مِصْرُ):
«فَإِنَّ لَهُمْ ذِمَّةً وَصِهْرًا»
„Denn sie besitzen einen Schutzvertrag und Schwägerschaftsbande mit uns.“
Ein bemerkenswertes Zeugnis stammt von dem ägyptisch-christlichen Intellektuellen Dr. Nazmi Luqa (د. نَظْمِي لُوقَا). In seinem bekannten Werk Muhammad in seinem Privatleben untersuchte er jede einzelne Ehe des Propheten ﷺ und schrieb in seiner Einleitung:
„Die Verteidigung eines ehrenhaften Mannes ist die Pflicht aller ehrenhaften Menschen in der ganzen Welt. Die Ehre eines edlen Mannes muss respektiert werden, und die Edlen der Welt müssen sich verbünden, um sie zu verteidigen; denn die Verletzung der Ehre eines Edlen ist die Verletzung der Ehre aller Menschen!“
Aisha war eine herausragende Persönlichkeit von außergewöhnlichem Intellekt, Gedächtnis und juristischem Scharfsinn. Dass sie im jungen Alter zum Propheten ﷺ kam, erlaubte ihr, das gesamte häusliche Leben des Propheten ﷺ unverfälscht aufzunehmen und der Ummah zu überliefern.
Sie gehört zu den sieben Gefährten, die mehr als 1.000 Hadithe überlieferten, wie Al-Suyuti reimte:
وَالْمُكْثِرُونَ مِنْ رِوَايَةِ الأَثَرِ … أَبُو هُرَيْرَةَ يَلِيهِ ابْنُ عُمَرْ وَاَنَسٌ وَالْبَحْرُ ابْنُ عَبَّاسٍ كَذَا … أَبُو سَعِيدٍ وَجَابِرٌ وَزَوْجَةُ النَّبِي
Imam Muhammad ibn Shihab al-Zuhri sagte über sie:
«لَوْ جُمِعَ عِلْمُ نِسَاءِ هَذِهِ الأُمَّةِ فِيهِنَّ أَزْوَاجُ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَكَانَ عِلْمُ عَائِشَةَ أَفْضَلَ»
„Wenn man das Wissen aller Frauen dieser Ummah zusammenrechnen würde – darunter alle anderen Ehefrauen des Propheten –, wäre das Wissen Aishas vorzüglicher gewesen!“
Aisha besaß nicht nur tiefes Wissen im Fiqh und Quran, sondern auch in der Poesie und der Medizin. Als ihr Neffe Urwah ibn al-Zubayr sie erstaunt fragte, woher sie ihr medizinisches Wissen habe, antwortete sie, dass die arabischen Delegationen dem erkrankten Propheten ﷺ Heilmittel verschrieben, deren Rezepturen sie sich einprägte.
Das zweite Thema der Episode betrifft die staatsrechtliche Entscheidung von Kalif Umar ibn al-Khattab (عُمَرُ بْنُ الْخَطَّابِ) und den Gefährten, die Zeitrechnung der Muslime weder mit der Geburt des Propheten noch mit dem Beginn der Offenbarung beginnen zu lassen, sondern exakt mit der Hijra (الْهِجْرَةُ).
Als sich das Reich unter Kalif Umar weit ausdehnte, trafen Schreiben von Statthaltern ein, die lediglich Monatstage trugen (z. B. „im Monat Sha’ban“), ohne dass das Jahr vermerkt war. Umar rief den Beratungsrat zusammen. Nach Abwägen aller Optionen entschied die Gemeinschaft, die Hijra als Jahr 1 der islamischen Zeitrechnung festzulegen.
Die Ehen des Propheten Muhammad ﷺ halten jeder historischen, soziologischen und moralischen Überprüfung stand:
From the deep, passionate analytical perspective of Dr. Muhammad Elhamy (د. محمد إلهامي) – A literary and historical chapter for your knowledge base
When you open the biography of Prophet Muhammad ﷺ and examine his marriages, you enter a field that today stands at the center of an unprecedented intellectual campaign. Hostile historians and orientalist critics attempt with ulterior motives to paint a hypersexualized caricature of the Messenger of Allah. They seek to shatter faith in his spiritual authority by reducing his eleven marriages to mere desires and lusts.
Yet I say to you in full consciousness of the civilizational pride of our faith: When we open this topic, we must not speak from a position of mental weakness or humble justification. We must possess that unshakeable certainty and spiritual strength that the great scholar Ibn Qayyim al-Jawziyyah (ابن قيم الجوزية) transmitted to us when he recounted the immortal advice of his teacher Ibn Taymiyyah (ابن تيمية):
«لَا تَجْعَلْ قَلْبَكَ لِلشُّبُهَاتِ مِثْلَ الإِسْفَنْجَةِ فَيَتَشَرَّبَهَا، وَلَكِنْ اجْعَلْهُ كَالْبَلُّورِ تَمُرُّ الشُّبُهَاتُ مِنْ ظَاهِرِهِ وَلَا تَسْتَقِرُّ فِيهِ»
“Do not make your heart towards doubts like a sponge that absorbs them, but make it like a polished crystal (kal-Ballūr). The doubts pass across its surface without finding a hold within it.”
We must lift the veil of the modern, Western-dominated zeitgeist in order to analyze the realities of history with relentless scientific precision. For the question of what is socially considered moral or immoral is no absolute, unchangeable standard. It is dictated by whichever culture happens to be dominant.
Imagine if ancient Indian civilization were the dominant world power on this planet today. If we Muslims wanted to adapt to their culture, we would have to justify why we do not burn the widows of our deceased alive along with their husbands – a practice that was considered there for centuries as the highest proof of female loyalty (Sati). But thanks be to Allah for the infinite mercy of Islam, which saved women from such cruelty! Today we experience another form of double standards: The Western cinematic world and modern soap operas suggest to women that it is a proof of noble loyalty to remain lonely after the death or divorce of their husband and to consume themselves in pain. That is nothing other than a subtle oppression of women! In Islam, on the other hand, remaining alone for widows and divorcees is an unnatural hardship. The healthy Islamic society naturally rushes to embrace these women again through marriage in protection and dignity.
To truly understand the character of these marriages, you must anchor two iron foundations:
Unrestricted polygamy (تعدد الزوجات) was in the seventh century the undisputed social standard of all ancient cultures – whether in China, India, Persia, Rome, Greece, or among the pre-Islamic Arabs of Jahiliyyah (الجاهلية).
Even the prophets of the Torah and the Gospel, in whom critics of Islam claim to believe, led countless marriages. The Prophet Ibrahim (إبراهيم) was married simultaneously to Sarah and Hagar. Esau took five wives. Yaqub (يعقوب) married four wives. The biblical accounts of Kings Dawud (داود) and Sulaiman (سليمان) speak of astronomical numbers – Dawud is said to have possessed nine to ninety wives, while Sulaiman kept a thousand wives and concubines in his palace.
The irrefutable historical fact reads: Not a single contemporary of the Prophet ﷺ ever attacked him over the number of his wives. Neither the mocking poets of Quraysh, nor the Jewish rabbis in Medina, nor the poisonous hypocrites (المنافقون), who sought every smallest opportunity to destroy his reputation, lost even a single word of blame regarding his marriages. Why? Because it was the absolute norm of their era. These doubts are nothing more than artificial constructs of our modern, secular age.
We Muslims believe that the Prophet ﷺ was a human being of flesh and blood. He ate, he drank, he slept, and he felt affection towards women. Love for women and marriage with them are no flaws, but unambiguous signs of a complete, sound manhood (رجولة سوية). Deviation towards women becomes blameworthy in a statesmanlike context only under two conditions:
Yet how does this apply to the Messenger of Allah ﷺ? In a span of only 23 years, he accomplished the most immense administrative, political, spiritual, and military achievement in all of human history. From divided, unruly desert tribes, he forged a united, invincible nation that made the superpowers of the time tremble. His marriages never distracted him from his mission. On the contrary: They were strategic building blocks for the establishment and preservation of the Islamic order.
When you analyze the biographies of the eleven wives of the Prophet ﷺ mathematically and historically, the house of cards of the orientalist lust-theory collapses in on itself:
Every single union of the Messenger of Allah ﷺ after the death of Khadijah possessed a profound social (اجتماعية), legislative (تشريعية), or political (سياسية) dimension.
The Mother of the Believers, the Fortress of the Beginning. He married her in Mecca when he was 25 years old. In a society where youth sank into the swamp of alcohol and fornication, he grew up in absolute purity. Khadijah granted him 25 years of stability and bore him six of his children. Until her death, he looked at no other woman.
The Refuge of the Homeless. After the death of Khadijah, the Prophet ﷺ was 50 years old. He married Sawdah, an elderly, tall widow who possessed neither beauty nor youth. Her husband, Sakran ibn Amr (السكران بن عمرو), had fled with her to Abyssinia (الحبشة) to escape pagan terror. On the return journey, he passed away. Sawdah stood as a destitute Muslim woman alone before her hostile, pagan tribe, the Banu Amir ibn Lu’ayy. Had the Prophet ﷺ not married her, she would inevitably have been tortured and forced into apostasy. This marriage was a pure act of mercy and protection.
The Intellectual Genius of the Ummah. The Prophet ﷺ became engaged to her in Mecca when she was six years old, and consummated the marriage in Medina after the Hijrah when she had completed her ninth year of life. Here we must view the historical truth unvarnished: Aisha had already been engaged prior to the Prophet to Jubayr ibn Mut’im (جبير بن مطعم). When the matchmaker Khawlah bint Hakim (خولة بنت حكيم) proposed the marriage to her father Abu Bakr, he hesitated for only one reason: He asked whether Aisha was permissible for the Prophet, since she was after all the daughter of his “brother.” The Messenger of Allah ﷺ answered him:
«أَنْتَ أَخِي فِي الْإِسْلَامِ، وَابْنَتُكَ تَصْلُحُ لِي» “You are my brother in Islam, and your daughter is permissible for me.”
This proves beyond doubt that the age of marriage for Aisha in that hot desert bioclimatic environment represented the absolute, undisputed norm of physical maturity. The divine wisdom behind this union is monumental: Aisha possessed a photographic memory and a razor-sharp intellect. She became the most important source of knowledge regarding the private life of the Prophet ﷺ. She narrated over 2,210 Hadiths and belongs to the seven masterful major narrators (المكثرون) of history.
About these seven immortal preservers, Jamal al-Din ibn Zahir (جمال الدين بن ظهير) composed poetry:
سَبْعٌ مِنَ الصَّحْبِ فَوْقَ الأَلْفِ قَدْ نَقَلُوا … مِنَ الحَدِيثِ عَنِ المُخْتَارِ خَيْرِ مُضَرِ أَبُو هُرَيْرَةَ، سَعْدٌ، جَابِرٌ، أَنَسٌ … صِدِّيقَةٌ، وَابْنُ عَبَّاسٍ كَذَا ابْنُ عُمَرِ “Seven of the Companions transmitted over a thousand Hadiths, from the Chosen One, the best of the Mudar tribe: Abu Hurayrah, Sa’d [ibn Abi Waqqas], Jabir [ibn Abdullah], Anas [ibn Malik], the Truthful One [Siddiqah - Aisha], and Ibn Abbas as well as Ibn Umar.”
Aisha’s questions to the Prophet ﷺ testified to deep legal understanding. When the Prophet ﷺ said: “Whoever is called to account on the Day of Resurrection is lost”, she immediately countered with a Quranic argument: “O Messenger of Allah, does Allah not say: ‘He will receive an easy reckoning’?” The Prophet ﷺ replied to her: “That is only the mere presentation (al-Ard), but whoever is pulled into the details of the reckoning is ruined.” The great scholar Ibn Shihab al-Zuhri (ابن شهاب الزهري) said admiringly about her:
«لَوْ جُمِعَ عِلْمُ عائِشَةَ إِلى عِلْمِ جَمِيعِ النِّساءِ لَرَجَحَ عِلْمُ عائِشَةَ» “If the knowledge of Aisha were compared to the knowledge of all women on this earth, the knowledge of Aisha would weigh heavier.”
The Consolidation of the Internal Alliance. She was the daughter of his second minister Umar ibn al-Khattab. Her husband, Khunays ibn Huzafah (خنيس بن حذافة), succumbed to the wounds he suffered in the Battle of Badr. When Umar desperately offered his daughter in marriage to Abu Bakr and Uthman and both remained silent, he complained of his grief to the Prophet ﷺ. The Messenger of Allah ﷺ comforted him with the words:
«يَتَزَوَّجُ حَفْصَةَ مَنْ هُوَ خَيْرٌ مِنْ عُثْمَانَ، وَيَتَزَوَّجُ عُثْمَانُ مَنْ هُوَ خَيْرٌ مِنْ حَفْصَةَ» “Hafsah will marry someone who is better than Uthman, and Uthman will marry someone who is better than Hafsah.”
The Prophet ﷺ married her to honor the heart of his closest companion Umar and to fuse the leadership core of the young state inextricably together.
The Mother of the Poor. She was the widow of the Badr martyr Ubaydah ibn al-Harith (or Abdullah ibn Jahsh) and stemmed from the closer relatives of the Prophet ﷺ. Known for her boundless kindness toward the needy, the Prophet ﷺ took her under his care after the loss of her husband. However, she passed away just a few months after the marriage.
The Solace for the Most Severely Afflicted House. Her husband Abu Salamah (أبو سلمة), the foster brother of the Prophet ﷺ, died from the wounds of the Battle of Uhud. Her family had endured infinite suffering during the Hijrah; her child had been torn from her, and she wept for an entire year in isolation. When she became a widow and stood alone with her orphans, the Prophet ﷺ married her to support this heroic house of the first hour and to raise her children as his own.
The Painful Theological Law. This marriage was no act of human will, but a relentless command of Allah, preserved in the Quran in Surah Al-Ahzab (Verses 37–38) for all eternity. In order to definitively break the pre-Islamic law of adoption (التبني) – which diluted true biological descent and ruined social order – Allah commanded the Prophet ﷺ to marry the divorced wife of his former adopted son Zayd ibn Harithah (زيد بن حارثة). For an Arab of that era, this was an unimaginable social tabu, as adopted sons were treated like biological sons. The Prophet ﷺ hesitated out of fear of the mockery of the hypocrites, yet Allah reproved his hesitation and revealed:
«فَلَمَّا قَضَى زَيْدٌ مِّنْهَا وَطَرًا زَوْجْنَاكَهَا لِكَيْ لَا يَكُونَ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ حَرَجٌ فِي أَزْوَاجِ أَدْعِيَائِهِمْ إِذَا قَضَوْا مِنْهُنَّ وَطَرًا ۚ وَكَانَ أَمْرُ اللَّهِ مَفْعُولًا» “So when Zayd had fulfilled his desire of her, We married her to you in order that there not be upon the believers any discomfort concerning the wives of their adopted sons when they have fulfilled their desire of them. And the command of Allah must be accomplished.”
Zaynab was so proud of this divine command that she boasted before the other wives of the Prophet ﷺ: “Your families married you off, but Allah married me off from above the seven heavens!”
The Liberator of Her Tribe. She was the daughter of al-Harith, the chief of Banu al-Mustaliq. Following the defeat of her tribe, she fell into captivity and became part of the spoils of one of the Ansar. She went to the Prophet ﷺ asking for financial assistance for her contract of manumission (المكاتبة). The Prophet ﷺ recognized her noble lineage and offered her a far greater honor:
«فَهَلْ لَكِ فِي خَيْرٍ مِنْ ذَلِكِ؟ أُؤَدِّي عَنْكِ كِتَابَتَكِ وَأَتَزَوَّجُكِ» “Would you like something that is better than that? I will pay your ransom for you and marry you.”
When the Muslim soldiers learned that the Prophet ﷺ had married Juwayriyah, they shamefacedly released all prisoners of war of Banu al-Mustaliq and exclaimed: “How can we hold the in-laws of the Messenger of Allah ﷺ as slaves?” Over a hundred families gained freedom in that hour, whereupon the entire tribe embraced Islam as one. Our mother Aisha said admiringly:
«فَمَا عَلِمْتُ امْرَأَةً كَانَتْ أَعْظَمَ بَرَكَةً عَلَى قَوْمِهَا مِنْهَا» “I know of no woman who brought a greater blessing upon her people than Juwayriyah!”
The Diplomatic Bridge-Building in a Foreign Land. She was the daughter of the arch-enemy of Islam, Abu Sufyan. She had fled with her husband Ubaydullah ibn Jahsh to Abyssinia. There, however, her husband apostatized from the faith, converted to Christianity, succumbed to alcohol, and died abroad. Umm Habibah sat completely isolated in exile.
To honor her, the Prophet ﷺ sent an official delegation to the Christian ruler, the Negus (النجاشي), so that he might marry her to him in proxy and pay her a generous dower. When Abu Sufyan in Mecca learned of this marriage, he could not conceal his proud respect for the political foresight of the Prophet ﷺ and exclaimed: “This man is a noble stallion whose nose cannot be broken!” This marriage psychologically softened the hard resistance of the Qurayshitic leadership elite.
Reconciliation After War. She was the daughter of Huyayy ibn Akhtab, the Jewish leader of Banu Nadir who had fought the Prophet ﷺ with passionate hatred until his death. After the fall of Khaybar, she fell into captivity. Since she was the daughter of the Jewish chief, it was inappropriate to hold her as a simple maidservant. The Prophet ﷺ granted her absolute freedom and gave her the choice: either to return to her people or to accept Islam and become his wife. She chose Allah and His Messenger. This marriage eased the deep pain of the Jewish defeat and built a golden bridge of reconciliation between the peoples of the peninsula.
The Alliance of Mecca. She was the last woman whom the Prophet ﷺ married. The marriage took place during Umrah al-Qada’ (العمرة القضاء). Through this union, the Prophet ﷺ forged close familial ties with influential tribes in the heart of Mecca and contributed significantly to dismantling remaining tensions prior to the final opening of the city.
Some critics raise the question of why Allah permitted eleven wives for the Prophet ﷺ while Muslims are limited to a maximum of four wives. They view this as an unjustified privilege. Yet when you analyze the legal provisions in the Quran deeply, you recognize a fascinating paradox: The legal restrictions placed upon the Prophet ﷺ were in truth infinitely stricter than for any ordinary Muslim!
For Muslims, the limitation to four wives applies in order to ensure absolute justice:
«فَانكِحُوا مَا طَابَ لَكُم مِّنَ النِّسَاءِ مَثْنَىٰ وَثُلَاثَ وَرُبَاعَ ۖ فَإِنْ خِفْتُمْ أَلَّا تَعْدِلُوا فَوَاحِدَةً» “…then marry what seems suitable to you of women, two or three or four. But if you fear that you will not be just, then [marry only] one…” (Surah An-Nisa: 3)
A Muslim may at any time within this limit of four divorce a wife and marry a new one. If one of his wives dies, he may fill the gap. His flexibility is boundless.
For the Prophet ﷺ, however, this flexibility was revoked by a relentless prohibition in Surah Al-Ahzab. Allah revealed to him:
«لَّا يَحِلُّ لَكَ النِّسَاءُ مِن بَعْدُ وَلَا أَن تَبَدَّلَ بِهِنَّ مِنْ أَزْوَاجٍ وَلَوْ أَعْجَبَكَ حُسْنُهُنَّ إِلَّا مَا مَلَكَتْ يَمِينُكَ ۗ وَكَانَ اللَّهُ عَلَىٰ كُلِّ شَيْءٍ رَّقِيبًا» “Not lawful to you, [O Muhammad], are [any additional] women after [this], nor may you exchange them for [other] wives, even if their beauty should please you, except what your right hand possesses. And ever is Allah, over all things, an Observer.” (Surah Al-Ahzab: 52)
Consider what this meant: The circle of his wives was fixed to those whom he possessed at that time. If one of them died, he could never replace her. If he divorced one, he could not marry a new one. His legal freedom of movement was extremely restricted. While the Ummah had a free hand in the dynamics of exchange, the Prophet ﷺ was bound to a fixed, unalterable circle. Whoever speaks here of “privilege for gratification of lust” ignores the legal strictness of these divine laws.
We wish to conclude this historical investigation with the moving testimony of a man who did not belong to our religion, yet whose sincerity and manhood compelled him to speak the truth. The Coptic-Christian Egyptian intellectual Dr. Nazmi Luqa (نظمي لوقا) authored decades ago a brilliant book entitled “Muhammad in His Private Life” (محمد في حياته الخاصة). For this act of historical justice, he was excommunicated by the Coptic Church; after his death, he was even denied funeral prayers in the church.
In the opening lines of this book, he left us a timeless monument to the value of manhood and decency:
“The defense of an honorable man is the duty of all honorable people throughout the whole world. The honor of an upright man must remain inviolable, and the noble of this earth must agree to protect it. For whoever permits the honor of the honorable to be violated has thereby surrendered the honor of all decent human beings in this world.”
Dr. Nazmi Luqa analyzed every single marriage of the Prophet ﷺ and came to the unshakeable conclusion that it is impossible to explain this life by the standards of mere lust or cheap pleasure. Whoever does so merely reveals their own moral emptiness.
This chapter stands as an unshakeable foundation for your historical knowledge base. It is ready for your web portal.
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Eine historische Gesamtanalyse über die Ehen des Propheten Muhammad ﷺ, die Widerlegung von falschen Anschuldigungen und die Bedeutung der Hijra aus der Analyseperspektive von Dr. Muhammad Elhamy.
In der Analyse historischer Persönlichkeiten und religiöser Fundamente begegnen wir immer wieder Versuchen, das Leben des Propheten Muhammad ﷺ durch das Aufwerfen von Zweifeln rund um seine Eheschließungen zu diskreditieren. Wer die Debatte um seine elf Ehefrauen oder die Ehe mit unserer Mutter Aisha bint Abi Bakr (عَائِشَةُ بِنْتُ أَبِي بَكْرٍ) öffnet, verfolgt meist das Ziel, ihn als eine von Gelüsten getriebene Persönlichkeit darzustellen, um dadurch seinen prophetischen Rang und seine moralische Erhabenheit anzuzweifeln.
Um dieses Thema wissenschaftlich fundiert und souverän zu durchdringen, müssen wir uns an den weisen Rat erinnern, den Sheikh al-Islam Ibn Taymiyyah seinem Schüler Ibn al-Qayyim mit auf den Weg gab:
«لَا تَجْعَلْ قَلْبَكَ لِلشُّبُهَاتِ كَالإِسْفَنْجَةِ فَيَتَشَرَّبَهَا، وَلَكِنِ اجْعَلْهُ كَالزُّجَاجَةِ الصَّلَّابَةِ تَمُرُّ بِهِ الشُّبُهَاتُ فَيَرَاهَا وَلَا تُصِيبُ مِنْهُ»
„Mache dein Herz gegenüber den Zweifeln nicht wie einen Schwamm, der sie in sich einsaugt! Sondern mache es wie ein klares, festes Glas: Die Zweifel ziehen daran vorbei, es sieht sie, aber sie dringen nicht in sein Inneres ein!“
Aus dieser Haltung der geistigen Stärke heraus betrachten wir die historischen Gegebenheiten. Die Behauptung, Vielweiberei sei an sich ein Makel oder ein Beweis für Zügellosigkeit, erweist sich bei genauerer Betrachtung als ein modernes, säkular-westliches Vorurteil, das den Gesetzen der Menschheitsgeschichte widerspricht.
Die Polygamie (Mehrfehe) war in allen antiken Zivilisationen – in Indien, China, Persien, Rom, Griechenland, Lateinamerika, im alten Ägypten sowie im vorislamischen Arabien – eine tief verankerte, völlig natürliche gesellschaftliche Praxis. Erst die moderne westliche Leitkultur hat versucht, die Vielweiberei als unmoralisch zu brandmarken.
Hätten wir heute eine globale Vorherrschaft der indischen Tradition, würde man dem Islam womöglich mangelnde Treue vorwerfen, weil er der Witwe nach dem Tod ihres Mannes nicht befiehlt, sich mit ihm verbrennen zu lassen (die historische Praxis des Sati). Dies verdeutlicht, wie eine dominierende Kultur ihre eigenen Maßstäbe zur absoluten Norm erklärt: Was über Jahrtausende akzeptiert war, wird plötzlich als Fehler dargestellt, während moderne Abwegigkeiten als Menschenrechte deklariert werden.
Selbst in den Schriften der Juden und Christen, der Tora und dem Evangelium, finden wir die einstmals uneingeschränkte Bejahung der Polygamie unter den Propheten:
Es ist eine unbestreitbare historische Tatsache: Weder die götzendienerischen Araber der Quraish (قُرَيْشٌ), noch die Heuchler oder die jüdischen Stämme in Medina (الْمَدِينَةُ) haben dem Propheten Muhammad ﷺ jemals den Vorwurf der Zügellosigkeit oder der Zuchtlosigkeit gemacht, weil er mehrere Frauen heiratete. In jener Epoche war die Polygamie der Normalfall.
Der Prophet Muhammad ﷺ war ein Mensch und ein Mann. Aus islamischer Sicht ist die Neigung zum weiblichen Geschlecht und der Wunsch nach Eheschließung ein Zeichen gesunder Männlichkeit. Die Eheschließung mit mehreren Frauen wird in der Geschichte nur unter zwei spezifischen Bedingungen als Makel gewertet:
Beide Punkte treffen auf den Propheten Muhammad ﷺ in keiner Weise zu. Er ist der Urheber des gewaltigsten historischen Erfolgs der Menschheitsgeschichte: Er formte aus zersplitterten, zerstrittenen Wüstenstämmen innerhalb weniger Jahrzehnte eine geeinte, globale Weltmacht. Zudem verkörperte er bis zu seinem letzten Atemzug die erhabenste Moral. Selbst wenn er fünfzig oder hundert Frauen aus rein persönlicher Neigung geheiratet hätte, wäre dies unter den damaligen Maßstäben kein Makel gewesen, sondern ein Beweis seiner physischen Stärke.
Dennoch zeigt die vertiefte historische Betrachtung jeder einzelnen Eheschließung, dass keine einzige seiner Ehen aus bloßer Lust geschlossen wurde, sondern jede Ehe von tiefen staatsrechtlichen, gesellschaftlichen, seelsorgerischen oder legislativen Weisheiten getragen war.
Der stärkste Beweis gegen die Unterstellung der Zügellosigkeit liegt in den Merkmalen seiner Ehefrauen: Alle Frauen des Propheten ﷺ waren zuvor verheiratete Witwen oder Geschiedene – mit einer einzigen Ausnahme: Aisha bint Abi Bakr (عَائِشَةُ بِنْتُ أَبِي بَكْرٍ). Ein Mann, der rein nach Jugend und körperlicher Lust sucht, wählt junge Jungfrauen und keine mehrfach verwitweten Frauen.
Der Prophet Muhammad ﷺ wuchs in Makkah (مَكَّةُ) auf – einer Gesellschaft, die außereheliche Beziehungen und Unzucht nicht ächtete. Dennoch lebte er bis zum 25. Lebensjahr in absoluter Keuschheit und war als der Treuherzige und Wahrhaftige bekannt.
Nach dem Tod Khadijahs war der Prophet ﷺ über 50 Jahre alt. Er heiratete daraufhin Sawdah bint Zam’ah, eine etwa 55-jährige, verwitwete Frau.
Die Ehe mit Aisha ist das Hauptziel moderner westlicher Polemik. Der Eheschließungsvertrag wurde geschlossen, als sie sechs Jahre alt war, und die Ehe wurde nach der Hijra in Medina vollzogen, als sie neun Jahre alt war.
Der kulturelle Standard der Epoche: In der damaligen Arabischen Halbinsel war das Heiratsalter von Mädchen an das Erreichen der physischen Reife gebunden, was in jener Klimazone sehr früh geschah. Aisha war bereits vor dem Antragsangebot des Propheten ﷺ mit Jubayr ibn Mut’im ibn Adi (جُبَيْرُ بْنُ مُطْعِمِ بْنِ عَدِيٍّ) verlobt. Als Abu Bakr al-Siddiq (أَبُو بَكْرٍ الصِّدِّيقُ) das Haus Mut’ims aufsuchte, lehnte dessen Mutter die Hochzeit ab, weil sie fürchtete, ihr Sohn würde zum Islam übertreten. Dies beweist unumstößlich: Eine Verlobung in diesem Alter war ein absolut üblicher gesellschaftlicher Brauch.
Reife in traditionellen Gesellschaften: Auch in unseren Breiten war die Heirat im Alter von 10 bis 12 Jahren bis vor wenigen Generationen völlig normal.
Die Heuchelei des modernen Westens: Während die westliche Moderne außereheliche Intimität bei Kindern im Alter von 8, 9 oder 10 Jahren gewähren lässt, Verhütungsmittel an Schulen verteilt und Mehrfachehen verbietet, brandmarkt sie eine rechtmäßige Ehe im historischen Kontext als Verbrechen.
Göttliche Anweisung: Der Prophet ﷺ berichtete im Sahih al-Bukhari, dass ihm der Engel Gabriel das Bildnis Aishas dreimal auf einem Seidentuch im Traum zeigte und sprach: „Dies ist deine Ehefrau in der Welt und im Jenseits.“ Worauf der Prophet ﷺ sprach:
«إِنْ يَكُنْ هَذَا مِنْ عِنْدِ اللَّهِ يُمْضِهِ»
„Wenn dies von Allah ist, wird Er es vollziehen.“
Staatsrechtliche und gesellschaftliche Brechung von Tabus:
Nach der Hijra nach Medina heiratete der Prophet ﷺ weitere Frauen, deren Hintergründe allesamt von staatsmännischen, sozialen und gesetzgeberischen Motiven zeugen:
Hafsah bint Umar ibn al-Khattab (حَفْصَةُ بِنْتُ عُمَرَ بْنِ الْخَطَّابِ): Ihr Ehemann Khunays ibn Hudhafah (خُنَيْسُ بْنُ حُذَافَةَ) erlag den Verwundungen aus der Schlacht von Badr. Umar bot seine Tochter Abu Bakr und Uthman an, die schwiegen. Daraufhin sprach der Prophet ﷺ zu Umar:
«لَعَلَّ اللَّهَ أَنْ يُزَوِّجَهَا مَنْ هُوَ خَيْرٌ مِنْ أَبِي بَكْرٍ وَعُثْمَانَ»
„Möge Allah ihr jemanden geben, der besser ist als Abu Bakr und Uthman.“
Er heiratete sie, um seinen zweiten Stellvertreter Umar ibn al-Khattab (عُمَرُ بْنُ الْخَطَّابِ) zu ehren.
Hind bint Abi Umayyah / Umm Salamah (أُمُّ سَلَمَةَ - هِنْدُ بِنْتُ أَبِي أُمَيَّةَ): Ihr Ehemann Abu Salamah (أَبُو سَلَمَةَ), der Milchbruder des Propheten, starb an den Folgen seiner Verwundung aus der Schlacht von Uhud. Nach den schweren Prüfungen ihrer Auswanderung heiratete der Prophet ﷺ die verwitwete Mutter, um ihre Familie aufzunehmen.
Zaynab bint Khuzaymah (زَيْنَبُ بِنْتُ خُزَيْمَةَ): Bekannt als „Mutter der Armen“. Ihr Ehemann Abdullah ibn Jahsh (عَبْدُ اللَّهِ بْنُ جَحْشٍ) fiel als Märtyrer in Uhud. Der Prophet ﷺ heiratete sie; sie verstarb jedoch bereits wenige Monate später.
Zaynab bint Jahsh (زَيْنَبُ بِنْتُ جَحْشٍ): Sie war die Cousine des Propheten ﷺ. Er hatte sie ursprünglich mit seinem Freigelassenen und Adoptivsohn Zayd ibn Harithah (زَيْدُ بْنُ حَارِثَةَ) verheiratet. Als die Ehe scheiterte und Zayd sie schied, befahl Allah dem Propheten ﷺ per Quranvers, Zaynab zu heiraten, um das vorislamische Tabu der Adoptionsgleichstellung endgültig aufzuheben:
«فَلَمَّا قَضَى زَيْدٌ مِنْهَا وَطَرًا زَوَّجْنَاكَهَا لِكَيْ لَا يَكُونَ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ حَرَجٌ فِي أَزْوَاجِ أَدْعِيَائِهِمْ إِذَا قَضَوْا مِنْهُنَّ وَطَرًا»
„Als Zayd seinen Wunsch an ihr erfüllt hatte, verheirateten Wir sie mit dir, damit für die Gläubigen kein Hindernis bestehe hinsichtlich der Frauen ihrer Adoptivsöhne, wenn diese ihren Wunsch an ihnen erfüllt haben.“ (Sure Al-Ahzab: 37)
Zaynab pflegte voller Stolz zu den anderen Frauen zu sagen: „Eure Familien haben euch verheiratet, mich aber hat Allah von oberhalb der sieben Himmel verheiratet!“
Juwayriyah bint al-Harith (جُوَيْرِيَةُ بِنْتُ الْحَارِثِ): Tochter des Stammesfürsten Al-Harith ibn Abi Dirar von Banu al-Mustaliq (بَنُو الْمُصْطَلِقِ). Nach der Niederlage ihres Stammes fiel sie als Kriegsgefangene an einen Ansar. Sie schloss einen Freikaufsvertrag. Der Prophet ﷺ beglich ihre Summe und heiratete sie. Daraufhin ließen die Muslime 100 gefangene Familien frei, weil sie sprachen: „Dies sind nun die Schwiegerverwandten des Gesandten Gottes!“ Aisha sagte über sie:
«فَمَا عَلِمْتُ امْرَأَةً كَانَتْ أَعْظَمَ بَرَكَةً عَلَى قَوْمِهَا مِنْ جُوَيْرِيَةَ بِنْتِ الْحَارِثِ»
„Ich kenne keine Frau, die für ihr Volk einen größeren Segen brachte als Juwayriyah bint al-Harith.“
Safiyyah bint Huyayy (صَفِيَّةُ بِنْتُ حُيَيِّ بْنِ أَخْطَبَ): Tochter des Anführers der jüdischen Banu al-Nadir von Khaybar (خَيْبَرُ). Nach dem Fall Khaybars wurde sie als Tochter des Stammesführers zur Kriegsgefangenen. Um ihre Würde zu wahren, kaufte der Prophet ﷺ sie frei und heiratete sie.
Ramlah / Umm Habibah bint Abi Sufyan (رَمْلَةُ / أُمُّ حَبِيبَةَ بِنْتُ أَبِي سُفْيَانَ): Tochter des größten Feindes des Islam, Abu Sufyan. Sie war mit Ubaydullah ibn Jahsh nach Abyssinien (الْحَبَشَةُ) ausgewandert, wo ihr Mann abtrünnig wurde und verstarb. Der Prophet ﷺ sandte dem Herrscher Negus eine Botschaft und heiratete sie aus der Ferne per Stellvertretung, wodurch er die Schärfe der Feindschaft Abu Sufyans linderte.
Maymunah bint al-Harith (مَيْمُونَةُ بِنْتُ الْحَارِثِ): Die letzte Ehefrau, verheiratet während der Nachhol-Umrah in Makkah (مَكَّةُ), um die Bindung zu den mekkanischen Familien zu festigen.
Zur Erleichterung des Einprägens der chronologischen Reihenfolge aller elf Ehefrauen verfassten die Gelehrten folgenden Merkvers:
خَلِيلِي سَبَا عَقْلِي حَلَا زَيْنُ هَالَةٍ … زَهَا جَفْنُهَا رَمْزًا صَحِيحًا مُهَذَّبَا
Der jeweils erste Buchstabe jedes Wortes steht für eine Ehefrau:
Mariyah al-Qibtiyyah war keine der elf Mütter der Gläubigen, sondern eine Leibeigene.
Nach dem Vertrag von Hudaybiyyah sandte der Prophet ﷺ Briefe an alle Herrscher der Welt. Sein Brief an den Herrscher Ägyptens, Al-Muqawqis (المَقَوْقِسُ), lautete:
«مِنْ مُحَمَّدٍ رَسُولِ اللَّهِ إِلَى الْمَقَوْقِسِ عَظِيمِ القِبْطِ: أَسْلِمْ تَسْلَمْ، يُؤْتِكَ اللَّهُ أَجْرَكَ مَرَّتَيْنِ…»
„Von Muhammad, dem Gesandten Gottes, an Al-Muqawqis, den Großen der Kopten: Tritt zum Islam über, so wirst du sicher sein; Allah wird dir deinen Lohn zweifach geben…“
Al-Muqawqis nahm den Brief freundlich auf und sandte Geschenke, darunter zwei Sklavinnen. Der Prophet ﷺ schenkte eine seinem Gefährten und behielt Mariyah für sich. Sie gebar ihm seinen Sohn Ibrahim. Auf sie bezieht sich die prophetische Mahnung bezüglich Ägyptens (مِصْرُ):
«فَإِنَّ لَهُمْ ذِمَّةً وَصِهْرًا»
„Denn sie besitzen einen Schutzvertrag und Schwägerschaftsbande mit uns.“
Ein bemerkenswertes Zeugnis stammt von dem ägyptisch-christlichen Intellektuellen Dr. Nazmi Luqa (د. نَظْمِي لُوقَا). In seinem bekannten Werk Muhammad in seinem Privatleben untersuchte er jede einzelne Ehe des Propheten ﷺ und schrieb in seiner Einleitung:
„Die Verteidigung eines ehrenhaften Mannes ist die Pflicht aller ehrenhaften Menschen in der ganzen Welt. Die Ehre eines edlen Mannes muss respektiert werden, und die Edlen der Welt müssen sich verbünden, um sie zu verteidigen; denn die Verletzung der Ehre eines Edlen ist die Verletzung der Ehre aller Menschen!“
Aisha war eine herausragende Persönlichkeit von außergewöhnlichem Intellekt, Gedächtnis und juristischem Scharfsinn. Dass sie im jungen Alter zum Propheten ﷺ kam, erlaubte ihr, das gesamte häusliche Leben des Propheten ﷺ unverfälscht aufzunehmen und der Ummah zu überliefern.
Sie gehört zu den sieben Gefährten, die mehr als 1.000 Hadithe überlieferten, wie Al-Suyuti reimte:
وَالْمُكْثِرُونَ مِنْ رِوَايَةِ الأَثَرِ … أَبُو هُرَيْرَةَ يَلِيهِ ابْنُ عُمَرْ وَاَنَسٌ وَالْبَحْرُ ابْنُ عَبَّاسٍ كَذَا … أَبُو سَعِيدٍ وَجَابِرٌ وَزَوْجَةُ النَّبِي
Imam Muhammad ibn Shihab al-Zuhri sagte über sie:
«لَوْ جُمِعَ عِلْمُ نِسَاءِ هَذِهِ الأُمَّةِ فِيهِنَّ أَزْوَاجُ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَكَانَ عِلْمُ عَائِشَةَ أَفْضَلَ»
„Wenn man das Wissen aller Frauen dieser Ummah zusammenrechnen würde – darunter alle anderen Ehefrauen des Propheten –, wäre das Wissen Aishas vorzüglicher gewesen!“
Aisha besaß nicht nur tiefes Wissen im Fiqh und Quran, sondern auch in der Poesie und der Medizin. Als ihr Neffe Urwah ibn al-Zubayr sie erstaunt fragte, woher sie ihr medizinisches Wissen habe, antwortete sie, dass die arabischen Delegationen dem erkrankten Propheten ﷺ Heilmittel verschrieben, deren Rezepturen sie sich einprägte.
Das zweite Thema der Episode betrifft die staatsrechtliche Entscheidung von Kalif Umar ibn al-Khattab (عُمَرُ بْنُ الْخَطَّابِ) und den Gefährten, die Zeitrechnung der Muslime weder mit der Geburt des Propheten noch mit dem Beginn der Offenbarung beginnen zu lassen, sondern exakt mit der Hijra (الْهِجْرَةُ).
Als sich das Reich unter Kalif Umar weit ausdehnte, trafen Schreiben von Statthaltern ein, die lediglich Monatstage trugen (z. B. „im Monat Sha’ban“), ohne dass das Jahr vermerkt war. Umar rief den Beratungsrat zusammen. Nach Abwägen aller Optionen entschied die Gemeinschaft, die Hijra als Jahr 1 der islamischen Zeitrechnung festzulegen.
Die Ehen des Propheten Muhammad ﷺ halten jeder historischen, soziologischen und moralischen Überprüfung stand:
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